Demenzprävention durch Jonglieren

Jonglieren gegen Demenz

Gesund für das Gehirn: jonglieren.

Grosser Spass mit kleinen Bällen

Neurowissenschaftler Arne May vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf untersuchte die Wirkung des Jonglierens auf das Gehirn. 24 Frauen und 20 Männer im Alter zwischen 50 und 67 Jahren liess er drei Monate lang den artistischen Umgang mit Bällen trainieren. Vor und nach dieser Zeit wurde bei diesen 44 Personen und bei einer Kontrollgruppe die Gehirnstruktur mittels Kernspintomografie untersucht.

Zunahme an Hirnsubstanz
Hirnregionen, die für die visuell-räumliche Wahrnehmung und deren Abstimmung mit körperlichen Bewegungen wichtig sind, waren bei der Jongliergruppe nachweislich gewachsen. Zusätzlich wurde eine Zunahme der Nervenzellsubstanz in Bereichen festgestellt, die für Gedächtnisprozesse und die emotionale Stabilität eine zentrale Rolle spielen.

Gesunde Mischung
Diese Ergebnisse und weitere Resultate aus der Forschung lassen es zu, jonglieren als Tätigkeit zu empfehlen, welche das Risiko verringern, an den Folgen einer Demenzerkrankung zu leiden. Diese Art von geistiger und motorischer Aktivität in Verbindung mit dem Spass, der dazu gehören sollte, ist für das Gehirn sehr gesund. Wie alle Massnahmen zur Demenzprävention (regelmässige Bewegung, gesunde Ernährung, sozial Kontakte u.a.) ist auch das Jonglieren kein garantierter Schutz gegen eine Erkrankung. Aber die Ressourcen des Gehirns, welche für ein möglichst langes, gutes Funktionieren entscheidend sind, werden gestärkt.

Anleitungen für Anfänger
Ein höheres Alter soll niemanden davon abhalten, mit dem Jonglieren anzufangen. Das Ziel muss ja nicht sein, im Zirkus Knie aufzutreten. Es gibt Anleitungen für Anfänger in Buchform oder im Internet. Zum Beispiel:

Stephan Ehlers, REHORULI – Jonglieren lernen mit Erfolgsgarantie,
2005, 140 Seiten, CHF 27.50 (bei Bider & Tanner)

www.jonglier-fix.de

April 2014