Weltalzheimertag 2014

Apéro am Symposium 'Demenz - Wege aus der Verzweiflung'

Die Besucherinnen und Besucher konnten viele wertvolle Anregungen mitnehmen.

"Wann ist Alzheimer heilbar?"
Handout von Prof. Dr. Andreas U. Monsch

"Achtung: Burnout-Gefahr!"
Handout von Prof. Dr. Gabriela Stoppe

"Leben im Heim – ein Schreckgespenst?"
Handout von Monika Wiederkehr

Informationen zum Film "Sinn und Hoffnung finden im Umgang mit Demenzkranken"
mit Prof. Dr. Pauline Boss

Wir danken unseren Sposoren:

Ansturm am Symposium „Demenz – Wege aus der Verzweiflung“

Zum Weltalzheimertag vom 21. September lud die Alzheimervereinigung beider Basel zu einem Symposium ein, das sich vor allem an Angehörige von Menschen mit Demenz richtete.

Kommen vielleicht nur 50 Leute oder reichen die 220 Plätze gar nicht aus? Da man sich nicht anmelden musste, war dies nicht vorauszusehen. Es fanden sich schliesslich etwa 260 Personen im Auditorium des Hotels Hilton in Basel ein.

Noch kein heilendes Medikament in Sicht
Andreas Monsch, Leiter der Memory Clinic Basel, berichtete im Einstiegsreferat über den Stand der Demenzforschung. Für ein heilendes Medikament oder eine Impfung gegen Alzheimer fehle es noch an grundlegenden Erkenntnissen. „Wir wissen immer noch nicht genau, wie Alzheimer entsteht“, erklärte der Professor, „und deshalb brauchen wir noch viel Geduld.“ Ungefähr zwölf Jahre würde es von der erfolgreichen Forschung bis zur Freigabe eines Medikaments auf dem Markt dauern.

Burnout-gefährdete Angehörige
Geduld ist auch eine der Fähigkeiten, die Angehörige benötigen, um die tägliche Pflegesituation bewältigen zu können. Unter dem Titel „Achtung: Burnout-Gefahr!“ schilderte Gabriela Stoppe, wie pflegende Angehörige seelisch und körperlich krank werden, wenn die Anforderungen die Ressourcen dauerhaft übersteigen. „Lassen Sie sich frühzeitig helfen“, lautete der eindringliche Appell der Professorin für Psychiatrie und Psychotherapie.

Empfehlungen von Pauline Boss
Wertvolle Empfehlungen zur Burnout-Vermeidung lieferte auch der Film „Sinn und Hoffnung finden im Umgang mit Demenzkranken“. Darin rät die US-Amerikanerin Pauline Boss unter anderem, nicht alles kontrollieren zu wollen, denn Demenz sei nicht kontrollierbar. Weiter sei es wichtig, nicht perfekt sein zu wollen, ambivalente Gefühle zuzulassen und sich zu erlauben, die Zeit nach den Pflegejahren mit erfreulichen Projekten zu planen.

Heimeintritt ins Auge fassen
Ein weiteres wichtiges Thema, der allfällige Eintritt ins Alters- und Pflegeheim, wurde von Monika Wiederkehr aufgegriffen. Sie ist Leiterin der Demenzwohngruppen im Zentrum Ergolz in Ormalingen und konnte überzeugend darlegen, dass der Heimeintritt ein für alle Beteiligten sinnvoller und entspannender Schritt sein kann. Es sei ratsam, einen Heimeintritt nicht zu spät zu thematisieren und sich vorzeitig in verschiedenen Heimen ein eigenes Bild zu machen.

September 2014

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